Ein Land zwei Sprachen – Englisch Sprachreisen oder Französischkurs in Kanada

 „Welcome to Canada“  oder doch lieber  „Bienvenue au Canada“? Weil ab dem Jahre 1600 Franzosen wie Engländer Kolonien im heutigen Kanada gründeten und ihre jeweilige Muttersprache aber auch so manche Gewohnheit importierten, hat das Zusammenleben Englisch- und Französischsprachiger eine lange Tradition.  

Sprachreise
Bild: © Regor Imperator - Fotolia.com

 
Und genau deshalb eignet sich Kanada nicht nur für Englisch Kurse, sondern auch für einen Sprachkurs Französisch. In Montreal trifft französisches Herz auf amerikanisches Tempo, in der zweisprachigen Stadt wird Englisch und Französisch gesprochen. Kanadische und französische Kultur treffen hier aufeinander. Montreal ist dabei eine Metapher für ganz Kanada. Auch wenn es Gebiete gibt, in denen eine der beiden Sprache dominiert, so ist die Zweisprachigkeit in Kanada, die nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die Behörden betrifft, als „institutioneller Bilingualismus“ festgelegt. Beide Amtssprachen besitzen seit 1969 einen gleichberechtigten Status, was nicht heißt, dass jeder Bürger beide Sprachen auch beherrschen muss. 

Vorteile eines Sprachaufenthalts im Ausland
Eine Sprache im Ausland zu lernen, in dem Land, in dem sie tatsächlich auch gesprochen wird, beschleunigt den Lernprozess. Vor allem deshalb weil man zusammen mit der Sprache auch ihre Sprecher und deren Kultur kennenlernt. Zu Hause fehlt oft die Motivation Vokabeln zu pauken und sich komplizierte grammatische Strukturen anzusehen. Warum denn auch, kaum verlässt man das Klassenzimmer, kann man wieder die eigene Muttersprache verwenden, braucht weder Englisch noch Französisch um sich zu unterhalten, eine Fahrkarte zu kaufen oder im Restaurant zu bestellen. Bei einem Sprachaufenthalt im Ausland verhält sich das anders. Man ist gezwungen die Fremdsprachenkenntnisse anzuwenden und diese auch zu verbessern. Das Erlernen jeder neuen Vokabel wird belohnt. Es stellen sich schnell Erfolgserlebnisse ein, die anspornen weiter an den Fremdsprachenkenntnissen zu arbeiten. Mit der fremden Sprache erschließt sich eine ganz neue Welt. Denn Sprache und Kultur sind auf ganz besondere Weise miteinander verwoben.

Zweisprachigkeit in Kanada gesetzlich verankert
Es sind die Kanadische Charta der Rechte und Freiheiten sowie das Amtssprachengesetz und die Amtssprachenverordnungen, die die Zweisprachigkeit in Kanada offiziell festschreiben. Das heißt, dass in den Bundesgerichten, im Parlament und in allen Institutionen des Bundes, beide Sprachen,  Englisch und Französisch, gleichberechtigt sind. Sprachlichen Minderheiten ist in allen Provinzen und Territorien Schulunterricht in der Muttersprache in eigenen Schulen garantiert.
Englisch wird in Kanada von 59,7% der Bevölkerung gesprochen, Französisch von 23,2 %. In den eigenen vier Wänden sprechen 68,3 % der Kanadier zumeist Englisch hingegen nur 2,3 % zumeist Französisch. 98,5 % aller Einwohner sprechen Englisch oder Französisch, wobei 67,5 % nur Englisch und 13,3 % nur Französisch sprechen. 17,7 % der Kanadier beherrschen beides.
Obwohl 85 % aller französisch Sprechenden in Québec leben gibt es auch in Ontario, Alberta sowie im Süden von Manitoba und im Norden und Südwesten von New Brunswick relativ große frankophone Bevölkerungsgruppen. Dabei verfügt Ontario über die zahlenmäßig größte französischsprachige Bevölkerung außerhalb von Québec.

Sprachen der indigenen Bevökerung
Daneben gibt es in allen Regionen Kanadas nicht-englisch- oder französischsprachige Minderheiten, die Nachkommen der Ureinwohner Kanadas sind. In den Nordwest-Territorien besitzen mehrere Sprachen, die von den Ureinwohnern Kanadas gesprochen wurden, offiziellen Status. In Nunavut ist Inuktitut, die Sprache der Inuit, nicht nur Mehrheitssprache, sondern auch eine von drei Amtssprachen.
Wer sich für Sprachkurse in Kanada interessiert ist mit der Sprachreiseagentur ESL gute beraten. Nährere Informationen zu Destinationen, Preisen und Kursprogrammen sind auf www.esl.de zu finden.

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