Polarregionen Kanadas

Polarregionen Kanadas
Polarregionen Kanadas

Der Norden Kanadas
Kanada ist vor allen ein Land des Nordens. Den nördlichsten Punkt des Landes findet man nur einige hundert Kilometer vom Nordpol entfernt. Hier im Umfeld der Arktis kann man überall im Winter das Polarlicht bewundern. Das Polarlicht ist ein bemerkenswertes Phänomen. In einer klaren Polarnacht zeihen sich Bögen und Vorhänge von buntem Strahlenbündel über den nächtlichen Himmel. Sie entstehen, weil Ströme von Sonnenstaubpartikeln zur Ionosphäre der Erde vordringen und dort mit Molekülen der Atmosphäre kollidieren: ein praktisch sichtbares Phänomen der Quantentheorie.

Dauerfrost und Eis
Ein eher unwirtliches Klima schränkt jede wirtschaftliche Nutzung in der arktischen Region stark ein. Der arktische Norden ist gekennzeichnet durch Dauerfrost mit viel Eis. Der kanadische Schild der Berge des Nordens gehört zu den ältesten Gesteinsoberflächen auf der Welt. Das innere Gebiet besteht aus einer flachen Zone mit felsigem Untergrund. Gletscher schufen hier vor Jahrtausenden die “Großen Seen“ sowie den bekannten St. Lorenz-Strom. Nur etwa 5 Prozent dieses arktischen Umfeldes kann landwirtschaftlich genutzt werden. Auf der Hälfte stehen Wälder. Menschen wie die Inuit (in Europa gerne Eskimos genannt) siedeln nur auf 10 Prozent des Gebietes.

Fauna und Flora
Diese beeindruckenden Wälder des Nordens bilden den Lebensraum für Elche, Schwarz- und Braunbären (die aus Karl May bekannten Grizzlys), Luchse sowie das kleinere Getier mit Biber, Nerz Marder und Bisamratte. Auf letztere blicken von oben die "Könige der Lüfte" herab: Weißkopfadler mit beeindruckenden Schwingen. In den Bächen, Flüssen und dem Meer trifft man auf Kabeljau, Lachs, Hering und Hummer. Diese diversen Fischarten sorgen für die Grundlage von Kanadas Fischereiwirtschaft, denn die Neufundlandbank ist eine der ertragreichsten Fischgründe in der Welt. Es droht aber Überfischung. Proteste gibt es auch gegen die Pelztierjagt. Inzwischen kommen die Pelze meist aber auch hier aus der Pelztierfarm.

Seit dem Zweiten Weltkrieg liegt der strategische Wert des arktischen Kanadas in umfangreichen Erzvorräten. Das drängte die Inuit noch stärker an den Rand der Gesellschaft. Auch die Proteste der Tierfreunde war nicht gut für die wirtschaftliche Basis der Ureinwohner. Viele Inuit leben inzwischen von staatlichen Transferleistungen und wirken nicht immer sehr zufrieden mit ihrem Leben.

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