Reiserücktrittsversicherung bei Fernreisen?

Reiserücktritt
Reiserücktritt © drubig-photo - Fotolia.com

Speziell Fernreisen oder auch Kreuzfahrten müssen meist Monate im voraus gebucht werden und kosten zudem Unmengen an Geld. Ein teures Vergnügen, dass man sich nach Jahre langer harter Arbeit wirklich einmal gönnen sollte. Dennoch kann man aufgrund der vorzeitigen Buchung schwer sagen, ob man die Reise tatsächlich antreten wird oder nicht. In diesem Fall raten einem die Reiseanbieter sehr schnell zum Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung, welche bei einem unverhofften Rücktritt der Reise vor teuren Stornokosten schützen soll. Als lohnenswert kann man die Versicherung bei Fernreisen in jedem Fall betrachten, sofern man bei der Wahl des Selbstbehalts die richtige Entscheidung trifft.

Vorteile einer Reiserücktrittsversicherung

Grundsätzlich kann man die Reiserücktrittsversicherung in zwei Varianten wählen. Mit oder ohne Selbstbehalt bleibt hierbei die schwere Entscheidung, welche im Rücktrittsfall absolut entscheidend sein kann. Bei der Versicherungsvariante ohne Selbstbehalt werden im Stornofall sämtliche Kosten von der Versicherung getragen, ohne dass man noch einen Cent dazu bezahlen muss. Dazu zählen die reinen Stornokosten sowie den bereits geleisteten Anzahlungsbetrag auf die Fernreise, den man bereits an den Reiseanbieter gezahlt hat. Es bietet sich auch an Reiseruecktrittsversicherungen im Vergleich zu betrachten. Möchte man bei der Reiserücktrittsversicherung hingegen etwas Geld einsparen, so kann man nur die Variante mit Selbstbehalt wählen. Die eigenmächtig zu tragenden Kosten belaufen sich in der Regel auf 20 Prozent, welche bei einer teuren Fernreise schon recht üppig ausfallen können.

Versicherte Personen

Mit einer Reiserücktrittsversicherung sind grundsätzlich nur die Personen versichert, die im Vertrag auch namentlich genannt werden. Einige Versicherungen bieten zwar Familien- oder Reisegruppenmodelle an, doch im Ernstfall reicht es hier nicht aus, wenn nur die Anzahl der versicherten Personen im Vertrag genannt werden. Auf eine namentliche Bezeichnung sollte deshalb grundsätzlich geachtet werden, um Komplikationen bereits im Vorfeld weitestgehend zu vermeiden. Im Kleingedruckten werden auch die Leistungen des Vertrages näher beschrieben, auf die sich der Abschluss der Versicherung bezieht. Grundsätzlich lässt sich aber erwähnen, dass nur unvorhersehbare und nachweislich schlimme Ereignisse einen eigenmächtigen Rücktritt zulassen, bei dem die Versicherung die Kosten, wie vertraglich geregelt,  übernehmen muss.

Wann greift tatsächlich die Versicherung?

Um von einer Reiserücktrittsversicherung Gebrauch machen zu können, müssen ernsthafte Ereignisse vorliegen, die einen Reiseantritt unmöglich gestalten. Der Tod von Angehörigen, ein schwerer Unfall oder auch eine plötzliche Erkrankung können zu diesen Gründen zählen, sofern man die Notwendigkeit des Reiseabbruchs auch belegen kann. Speziell bei älteren Menschen werden auch defekte Prothesen als Grund akzeptiert, da der Antritt absolut unzumutbar wäre. Je nach Versicherung kann aber auch ein Wohnungsbrand, eine Straftat oder der Antritt eines neuen Arbeitsplatzes abgesichert sein. Hat man aber einfach nur den Flieger verpasst, so kann man auf keine Erstattung des Preises hoffen. Außer, man ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist, welche mindestens 2 Stunden Verspätung hatten. Dann sieht der Sachverhalt schon ganz anders aus und man kann seinen entstandenen Schaden bei der Versicherung geltend machen, sofern es sich schriftlich nachweisen lässt.