Reiseroute durch Westkanada/USA

Reiseroute durch Westkanada/USA
Reiseroute durch Westkanada/USA © kenmc3 - Fotolia.com

Vancouver- Uclulet- Victoria- Port Angeles/USA- Seattle- Kamloops Wildlife Park- Nationalparks Revelstoke- Lake Louise- Banff Nationalpark- Mount Whistler

Am 26. Juni 2008 ging es los. Unser Flug (ab München zuerst nach Heathrow dann nach Vancouver war sehr angenehm. Die bessere Klasse hat sich auf jeden Fall bezahlt gemacht. Wir haben über: www.billiger-mietwagen.de ein Auto von Alamo (wiederum von DerTour) als Leihwagen einen schwarzen Dodge Challenger bekommen. Das Auto ist ok, hat aber eine sehr spartanische Ausstattung. Unser Hotel (Best Western Uptown über HRS) für die 1. Nacht haben wir Dank UNSERES Navis mit US und Kanada Karten schnell gefunden. Wir haben am Ende des Tages noch ein paar Stückchen Pizza (günstig!) in Vancouver in einem kleinem Pizza-Geschäft gegessen.

Am zweiten Urlaubstag sind direkt nach dem Aufstehen zur Fähre gefahren um nach Vancouver Island und haben noch gut eine Fähre bekommen. Dort sind wir bis Ucluelet gefahren. Am nächsten Tag sind dann zum Whale Watching (wenige Kilometer von unserer Unterkunft entfernt, direkt am Ucluelet Hafen) gefahren. Dort haben wir viele Tiere wie Orca Wale, Seelöwen, Bären, SEE-Otter und Adler in freier Wildbahn gesehen.

Am nächsten Tag sind wir die Wild Pacific Trail, 2.5 km entlang gelaufen. Wickaninnish Centre zwischen Uclulet und Tofino. Danach am Wickaninnish Beach. Anschließend Rundgang Rainforest Trail. Weiterfahrt nach Tofino an den Chesterman Beach. Rundfahrt durch Tofino. Am nächsten Tag sind wir sind den Willowbrae Trail bis zum Strand entlanggegangen. Der Wald ist an dieser Stelle sehr dicht und wirkt bedrohlich(!!). Mir blieb fast das Herz stehen, als ich einen kleinen schwarzen Hund gesehen habe. Der sah aus wie ein Bärenjunges. Am Strand konnten wir einen Seehund beobachten, der auf uns zu geschwommen kam. Gegen Mittag geht es am Pacific RIM NP weiter. Die Qualicum Little Falls (Wasserfälle) laden zur Pause ein. In Nanaimo habe ich endlich ein Netzwerkkabel bekommen. Dies ist in einigen Hotels für den Internetzugang notwendig. Auf dem letzten Abschnitt nach Victoria machen wir noch Halt in Duncan, City of Totems.

In Victoria gibt es viele kleine Cafes und Restaurants. In Kanada ist heute am 01.Juli Nationalfeiertag (Happy Canada Day!) und es sind sehr viele Leute unterwegs; an jeder Ecke gibt es was zu sehen. Wir besuchen noch ein Marine Museum und die Undersea Gardens, bevor wir uns auf den Weg zu unserer nächsten Unterkunft machen. Diese Unterkunft ist einfach Klasse. Ein kleines, ruhiges Hotel (The English Inn & Resort über Expedia) mit einem sehr guten Restaurant und einem sehr schönen Garten. Wir haben eine kleine Suite mit zwei Zimmern und Kamin. Dummerweise haben wir schon Pizza gegessen und daher bringt uns das Restaurant nichts. Am Abend gibt es ein Feuerwerk.

Anschließend sind wir in die Victoria Butterfly Gardens gefahren. Schmetterlinge so groß wie Vögel. Um 14 Uhr haben wir uns auf den Weg zur Fähre gemacht. Glück gehabt: Ohne Reservierung waren wir die zweiten auf der Warteliste. Die USA Einreise war wider Erwarten problemlos und die Beamten waren sehr freundlich und haben uns sogar beim Ausfüllen der Unterlagen geholfen. Die USA haben jetzt für alle Zeiten unsere Fingerabdrücke und unser Foto. Nach 90 Minuten kommen wir in Port Angeles/USA an. Ein letzter Zollbeamter fragte uns ein oder zwei Fragen und ließ uns dann des Weges ziehen. Am ersten Automaten haben wir US Dollar abgehoben. Unser Hotel in Port Angeles (ein sehr GUTES Best Western) liegt direkt an einem Golfplatz Nebenan befindet sich ein kleines nettes amerikanisches Diner. Am Ende haben wir für das Essen in den USA umgerechnet 25 Euro bezahlt. Einfach spitze!

Am nächsten Tag fahren wir nach Forks. Danach geht es weiter Richtung Seattle. Unser Navi lotst uns zur Fähre nach Kingston. Dort ist wegen des Feiertags sehr viel los und wir müssen ca. 1 Stunde auf die Fähre warten. Weiter geht die Fahrt durch Seattle, eine typisch amerikanische Großstadt. Wir wollen noch etwas einkaufen und landen in einer riesigen Shopping Mall, in der es aber dummerweise keine Lebensmittel gibt. Das Navi zeigt uns den Weg zu einem großen Supermarkt und wir kaufen für die nächsten zwei Tage Lebensmittel ein.

Nach dem Frühstück sind wir nach Seattle gefahren und haben in der Nähe der Space Needle geparkt. Wir sehen uns als erstes das Children Museum am Fuß des Aussichtturms an. Anschließend haben wir noch das Science Fiction Museum angesehen. Hier sind sehr viele Filmrequisiten ausgestellt. Für mich ein Hochgenuss.

Unser Ziel für den Abend liegt bereits wieder in Kanada. Auf dem Weg dorthin halten wir in zwei großen Shopping Malls noch in den USA und kaufen ein paar Kleinigkeiten. An der Grenze haben wir keine Schwierigkeiten. Der kanadische Grenzbeamte fragt, ob wir Waffen in den USA gekauft haben. Am Abend kommen wir recht spät in Harrison Hot Springs an. In der Früh schauen wir uns am Strand Sandburgen an, die anlässlich eines Wettbewerbes dort errichtet wurden. Die Bauten sind genauso beeindruckend wie die Motive.

Wir fahren weiter bis Kamloops. Es sind ca. 250 km und sind gegen 16.30 Uhr am Hotel. In der Früh fahren wir zu einem Indiana Heritage Park. Hier ist ein Museum der in Kamloops lebenden Indianer und ein kleines rekonstruiertes Indianerdorf zu sehen. Es ist aber so heiß, dass wir nach dem Museum weiterfahren. Als nächstes halten wir am Kamloops Wildlife Park. Hier sehen wir Grizzly Bären und Wölfe aus nächster Nähe. Wir fahren gegen 15 Uhr weiter nach Revelstoke. Die Gegend hat wieder mehr Wald zu bieten.

Am nächsten Tag geht die Fahrt weiter durch die drei Nationalparks Revelstoke, Glacier und Yoho. Die Landschaft ist gigantisch und wir halten nach Bären Ausschau. Leider ohne Erfolg.

Am Abend kommen wir um ca. 17:30 in Lake Louise an. Die Uhren ticken hier anders (Zeitumstellung) wir sind nun auch in Alberta einem anderen Bundesstaat. Hier ist der Steuersatz niedriger als in British Columbia und als einzige Provinz Kanadas ohne zusätzliche Provinzsteuer (PST). Info: Zimmerpreise werden im allgemeinen immer ohne Steuern genannt und dann drauf geschlagen.

Unser Zimmer ist für den Preis eine Frechheit. Aber mangels Konkurrenz können die wenigen Hotels hier verlangen, was sie wollen. Am heutigen Tag sind wir nach einem kurzen Frühstück in einem netten Stehcaffee zum Lake Louise und zu einem deutlich höher gelegenen See gefahren. Weiter fahren wir Richtung Jasper durch den Banff Nationalpark und den Jasper Nationalpark über den Iceway Parkway. Dieser gilt nicht ohne Grund als eine der schönsten Strecken der Welt (!). An höchster Stelle fängt es stark zu schneien an und der Schnee bleibt sogar liegen. Nicht zu vergessen, es ist der 10. Juli! Trotz des schlechten Wetters bekommen wir die schönsten Bergkulissen zu sehen!! In Jasper haben wir im vornehmen Fairmont Jasper Park Lodge eingecheckt (www.fairmont.com/jasper/).

Nach erneutem Shopping, in Jasper fahren wir noch kurz zurück ins Hotel um anschließend auf den Mount Whistler mit der Seilbahn (www.jaspertramway.com) zu fahren. Dieses Seilbahn ist von Deutschen entworfen worden (1963-1964). Der Ausblick ist gigantisch!!! Wir machen eine Schneeballschlacht. Hier oben ist auch noch ein relativ günstiges und gutes Restaurant und wir essen noch eine Kleinigkeit. Am Abend schauen wir noch den Caribu Hirschkühen beim Grasen auf dem Hotelgelände zu bevor wir den Abend am Pool ausklingen lassen.

Am nächsten Tag machen wir noch eine Kanufahrt über den dortigen See und gehen noch ein wenig spazieren. Zum Mittagessen machen wir ein Picknick an einem Fluss. Am Spätnachmittag checken wir in der Tekara Lodge (www.tekarralodge.com) ein. Hier hat schon Marilyn Monroe übernachtet als sie noch ein bisschen unbekannter war. An der Rezeption hängt ein Bild von ihr und dem damaligen (heutigen?) Besitzer an der Wand. Das Trinkgeld wird gleich automatisch mit 15 oder 20 % (?) auf die Rechnung geschrieben.

Wir erkunden noch die Gegend um die Tokara Lodge und fahren noch einmal nach Jasper rein, bevor wir uns auf den langen Weg nach Vancouver machen. Für den Weg planen wir drei Tage ein. Gegen 18 Uhr kommen wir in Little Fort an.

Wir wollen bis Whistler über 100 Mile House fahren. In 100 Mile House besuchen wir die Visitor Information. Wir fahren noch mal zurück in die bergige Landschaft zu einem ca. 1200 m hoch gelegenen See, an dem wir Picknick machen. Auf dem Weg nach Whistler kommen wir durch Pemberton und unser Auge fällt auf ein schnuckeliges Hotel in dem wir einchecken. Wir sind begeistert!! Die letzten Tage lassen wir ruhig angehen, gehen ein wenig an den Pool, gehen ein bisschen wandern und fahren am 18. wieder zum Flughafen nach Vancouver.

Nützliche Infos zum Reisebericht:

Die Seite der Fähre lautet: www.bcferries.com da stehen die ganzen Fährverbindungen und Zeiten/Preis mit dabei. Ist auch eine schöne Karte mit dabei, da kann man sich dann ein besseres Bild davon machen, denn es gibt ja verschiedene Fährverbindungen nach Vancouver Island. Ich denke, die beliebteste ist Tsawwassen nach Swartz Bay ist ideal von Vancouver aus für einen KURZTRIPP (manchmal auch nur für einen Tagesausflug) auf die Insel und die Haupstadt von BC (British Columbia). Viele gehen in Victoria auch auf Walbeobachtung. Ist aber teurer und mehr auf den Großtourismus ausgerichtet. Das habe ich zumindest gelesen in vielen Erfahrungsberichten von denen, die es ausprobiert haben.

Zurück zu unserer Fährfahrt:
WIR haben die Fähre von Horseshoe Bay nach Departure Bay (ganz in der Nähe von Nanaimo) genommen, etwa 1 Std. und 35 Min. hat die Überfahrt gedauert. Nanaimo ist auch eine größere Stadt mit guten Einkaufsmöglichkeiten (ein paar Malls sind dort) und man findet auch gleich was zu essen. In Kanada gibt es fast an jeder Ecke Subway oder Starbuck...

Whale Watching www.subtidaladventures.com sehr tolle Führung (nur in Englisch), ist ein kleines Familienunternehmen. Hatten ein Zodiac so ein schnelles rotes/orangefarbenes Boot! Jeder bekommt einen kompletten Schutzanzug mit Schwimmweste ausgeliehen (mit eingeschlossen im Preis), diesen Anzug braucht man aber auch, denn draußen wird es schon mal recht windig und kalt! Trotz Sonnenbrand (in unserem Fall), waren ja gute 3 Std. unterwegs!

Praktische Tipps:
Waschsalons gibt es fast überall, da braucht man sich nicht soviel mitzunehmen von daheim an Kleidung, das wenn ich vorher gewusst hätte.. Gerade mit Kind.

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